Online Klavierunterricht während der Coronakrise

Coronakrise

Heute ist der 18. März 2020. Seit einem Jahr wollte ich meinen Blog starten, doch nie fand ich den richtigen Einstieg. Auf welches Thema soll ich den Fokus legen, wie soll ich meinen ersten Eintrag beginnen. Die Wochen und Monate verflogen, ohne zu wissen, in welcher Zeit ich beginnen werden. Einer Zeit, in der die ganze Welt gefühlt still steht und bangt. In einer Zeit wo wir den nächsten Tag nicht vorausahnen können. Menschen erkranken, Menschen sterben, die Wirtschaft steht still, und viele Menschen könnten ihre Existenz verlieren. Die Schulen sind geschlossen, die Grenzen zu, das Gesundheitssystem überlastet. In den Supermärkten herrscht das Chaos. Die Menschen lassen sich von Panikkäufen anstecken, sodass man selbst noch zur letzten Klopapierpackung greift, bevor man selbst leer ausgeht. Man horcht auf, wenn jemand neben dir hustet und mit einer Erkältung traut man sich schon nicht mehr unter die Leute. Corona hat unser Leben im Griff. 

Vor genau einem Jahr stand eine Operation bevor. Genau 1 Woche zuvor wurde ich krank und musste den Operationstermin um 2 Wochen verschieben. Ich lag 2 Wochen krank im Bett. Danach folgte die OP und mein Klavierunterricht musste für weitere 2 Wochen ausfallen. Ein paar Eltern waren kulant, einige Stunden konnte ich nachholen, doch insgesamt war es ein Verlust von ein paar hundert Euro. Danach befasste ich mich intensiv mit dem Thema Online Unterricht. Da ich alleinerziehend bin und nicht gerade viel Geld an der Seite habe, wollte ich mich rüsten, damit ich nicht noch einmal in eine solche Lage kommen werde. So hatte ich alles Wissen gesammelt. Doch der Frühling und Sommer kam, die Viren verzogen sich und die Umsetzung lag brach … bis …

Im Januar kamen die ersten Nachrichten aus China. Ich weiß noch wie mein Sohn mich auf die Meldung ansprach. Ich blieb gelassen, und meinte, dass es immer wieder solche Viren gab, und die Menschheit es immer zügigst im Griff hatte. Ich weiss auch noch, dass ich danach mit einem komischen Gefühl in die Küche lief. Dann kam Italien und der Rest der Welt. Es gab die ersten Fälle in der Gegend. Von Tag zu Tag wurde es mir unwohler zu unterrichten. Ich wollte nicht angesteckt werden, da ich unter Anstrengungsasthma leide und noch weniger wollte ich ein Kind anstecken. Eine Woche später kam der schon längst fällige Beschluss. Die Schulen wurden endlich geschlossen. Gleichzeitig kam die Meldung über einen ersten Fall im Fußballverein meines Sohnes. Kurzerhand nahm ich mein Notizbuch,  in das ich dazumals alle benötigten Teile aufgeschrieben hatte, zur Hand und tätigte einen Hamsterkauf auf Amazon. Alles kam am Samstag an und ich richtete kurzerhand mein Onlinestudio ein. Ich informierte die Eltern meiner Schüler darüber, dass der Unterricht online weitergeführt werden kann.

Die ersten Stunden waren bereits ein voller Erfolg, und da sich viele Musiklehrer nun in der gleichen Lage befinden, und um ihre Existenz bangen müssen, möchte ich nun auf meinem Blog alle Infos teilen, wie man einen tollen, kreativen Online Unterricht aufbauen kann.

Bis bald, 

Sarah

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.